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Die Bilder zu "Landschaften hinter Glas" sind allesamt auf Reisen entstanden, im Schwebezustand zwischen hier und dort, der Zeit und der Muße ausgeliefert. Neben der Illustration der Schönheit des alltäglichen Moments in der vorbeifliegenden Landschaft beschäftigt Antje Krispin zunehmend das Drama der Unwiederbringlichkeit zwischen Banalität und Ewigkeit. So zeigen die Fotografien eines per Zufall herausgegriffenen, beliebigen Moments nicht nur die impressionistischen Farbspiele vorbeifliegender Landschaften, sondern vermitteln zudem noch den déjà-vu-haften Reiz der Außenansicht einer meditativen Innenansicht.
Es wurde ein Medium gewählt, das den Betrachter wegführt vom Irrglauben der realistischen, wirklichkeitsspiegelnden fotografischen Abbildung hin zum Eindruck eines mit dem Werkzeug Fotografie für die Ewigkeit gebannten Augenblicks. Die Verwendung von Leinwänden, auf die die Bilder aufgedruckt werden, weicht die Erwartungen auf, die an fotografische Technik a priori als Messlatte angelegt wird. Auf einem Medium aus der Malerei präsentiert, der man von vornherein einen größeren Spielraum an Technik und Fantasie zugesteht, erhält der Betrachter die Chance, sich auf seine ganz eigenen Empfindungen zu den Motiven einzulassen, ohne zuerst die Hürde der Wiedererkennbarkeit des abgebildeten Objektes überqueren zu müssen.
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